Prof. Dr. Ernst-August Roloff

*20.12.1886 in Braunschweig; † 14.11.1955 in Braunschweig

Dr. Ernst-August Roloff war der Sohn eines Bauunternehmers und promovierte 1910. Ab 1913 war er Privatdozent für Geschichte und Staatsbürgerkunde an der Technischen Hochschule Braunschweig und trat nach dem 1. Weltkrieg in die DNVP ein. Im Jahr 1918 wurde er hauptamtlicher Geschäftsführer der DNVP. Seit 1919 war Dr. Roloff im Landtag vertreten und 1920 bildete er den Bürgerbund, dem verschiedene Parteien, Wirtschaftsverbände und Kulturvereine angehörten. 1924 war er Mitglied der Landesregierung und Fraktionsvorsitzender der DNVP. 1927 war der inzwischen zum Professor ernannte Vertreter der Opposition und sprach sich gegen den Versailler Vertrag und den Dawes-Plan aus. Als Vertreter des Landbundes für die BEL wurde er 1930 nominiert und bis 1933 war er Fraktionsvorsitzender der DNVP geblieben. Nachdem er 1932 die Reichsparteileitung vor einem Angriff der NSDAP auf die Landwirtschaftskammer und vor der Unterwanderung des Landbundes warnte, zog er sich aus der Politik zurück. 1933 übernahm er die Aufgabe der Studienleitung der Verwaltungsakademie Braunschweig und nahm diese Aufgabe auch nach 1945 wieder auf. Schwerpunkt seiner Forschung war die Regionalgeschichte Braunschweigs, die Hochschulgeschichte und Wilhelm Raabe. Er übernahm die Leitung der Gesellschaft der Freunde Wilhelm Raabes.





Dr. Roloff