Kuno Riecke

*15.07.1897 Braunschweig; † 02.03.1945 KZ Dachau

Nach der mittleren Knabenschule, besuchte Riecke von 1911-1916 das Herzogliche Lehrerseminar in Braunschweig. Nach seiner Rückkehr, nachdem er im 1. Weltkrieg als Soldat gedient hatte, setzte er seine Lehrerausbildung fort. 1911 wurde er dann Hilfslehrer und ab 1922 Bürgerschullehrer der Stadt Braunschweig. 1924 wurde er Mitglied des Landesschulamts für das Volksschulwesen. 1920  trat er in die MSPD ein und 1924 auch in den  Reichbanner. 1922 wurde er Mitglied im Bezirksvorstand der MSDP und behielt die Mitgliedschaft auch nach der Wiedervereinigung bis 1933. 1928 wurde er Regierungsrat im brsg. Ministerium und von 1924 bis 1933 war er Abgeordneter im brsg. Landtag. Das Amt des Präsidenten des Landtags bekleidete er von 1930-1933. Desweiteren wurde er 1930 Kreisdirektor in Blankenburg und wurde 1931 aus diesem Amt durch die NSDAP enthoben. Im März 1933 flüchtete er nach Dänemark und bildete in Kopenhagen eine Emigrantengruppe mit anderen brsg. SPD-Mitgliedern. Nachdem er nach Deutschland zurückgekehrt war wurde er 1935 in Berlin festgenommen und im August 1935 ins KZ Dachau gebracht. 1943 scheiterte die Freilassung an dem Veto von Klagges und Rieke starb 1945 an einem Magenleiden.





Kuno Riecke