von Monika Wrobe

 

- benannt nach Keramos, dem Schutzpatron der Töpfer,

- Kerameikos = Töpferviertel

- umfasste einen Bereich innerhalb Athens Stadtmauern (Wohn-, Arbeitsviertel) und außerhalb (Friedhofsgelände)

- Gebiet des Eridanoflußes wurde schon vereinzelt seit Ende 3. Jahrtausends als Friedhof genutzt, seit 1200 v. Chr. verstärkt

- geometrische Epoche: Gräber und Beilagen wurden aufwendiger

- archaische Epoche: größere Erdhügel mit Schachtgräbern und Opferrinnen

- nach Zerstörung Athens durch Perser (480) neue Stadtmauer, in die alle Plastiken und Monumente verbaut wurden

- zwei große Stadttore: das Dipylon und das heilige Tor

- bis zur Zerstörung der Perser und dann wieder bis zum Verbot des Gräberluxus (317/307) war das Friedhofsgelände übersät

von Monumenten und Plastiken, üblich waren üppige Grabbeilagen

- zwischen den Toranlagen lag das Pompeion, Versammlungsort des alljährlichen Panathenäenzuges und Ort des Festschmauses

- südlich des Heiligen Tores und nördlich des Dipylon lagen Wohnhäuser, in deren Ruinen sich nach der Vernichtung durch Sulla (86 v. Chr.) Töpfer ansiedelten

- auch das Pompeion wurde durch Sulla zerstört, im 2. Jh. Aufbau eines großen Magazinbaus, welches 267 n. Chr. zerstört wurde

- in den Ruinen siedelten sich erst Töpfer an, bis um ca. 500 nahmen zwei parallel angeordnete Verkaufhallen mit einer mittig verlaufenden Straße den Raum ein

- Ende 6. Jh. fielen slawische Stämme in Attika ein und verwüsteten auch den Kerameikos, der seitdem unter der Erde lag - erst 1863, als ein griechischer Arbeiter, der auf dem Gebiet des ehemaligen Töpferviertels Sand ausheben wollte, auf eine Stele stoß, wurde die Aufmerksamkeit wieder geweckt