Exkursionsbericht

von Fabio Reinhardt

 

Nach mehreren Vorbereitungstreffen sollte sie nun endlich starten: Die erste Exkursion des Historischen Seminars, bei der mit Flugzeug gereist wurde. Das Ziel war Griechenland.

Eine Namensliste und ein Guppenfoto gibt es hier.

Startpunkt war am Donnerstag, dem 13. Oktober gegen 11.30 Uhr am Naturhistorischen Museum. Dort stiegen wir in den Bus, der uns zum Flughafen Berlin-Schönefeld brachte. Am Flughafenschalter von easyjet schafften wir es auch fast auf Anhieb, die Ticket-Automaten zu bedienen. Nach einem längeren Aufenthalt im check-in-Bereich, in dem zum Ärger einiger auf das Rauchen verzichten musste, stiegen wir in unseren Flieger, der um 17.15 Uhr Richtung Athen starten sollte. Leider gab es noch ein paar Verzögerungen. Aber der Kapitän klärte uns fachmännisch über unsere Situation auf. „Dat is jetzt so, wie wenn man im Auto sitzt und die Handbremse nicht lösen kann.“ Genau so wars und deswegen gabs eben noch nicht das erwünschte „Pushback“. Irgendwann flogen wir dann aber doch los.

 

Athen (13. bis 17. Oktober)

 

In Athen angekommen, brachte uns ein Bus zu unserem Hotel Balaleika, das für die nächsten vier Tage unsere Heimat werden sollte. Die Zimmer waren recht eng, vor allem die Vierbettzimmer, da dies einfach aufgerüstete Zweier waren. Die erste Nacht wurde etwas unentspannt, aufgrund von einigen nervigen Anrufen unserer (vermutlich vom Balkan stammenden) Mithotelgäste.

 

Freitag, 14.Oktober 2005

 

Gut ausgeschlafen machten wir uns an unserem ersten Morgen früh auf, um zu der nächsten Metrostation zu gehen. Unser Hotel lag in der Nähe der Station Larissa, von der wir nur drei Stationen bis ins Zentrum benötigten. Dort angekommen besichtigten wir zuerst die Römische Agora, auf der auch die Überreste der Hadriansbibliothek zu sehen waren. Dann gingen wir den alten Weg in die die griechische Agora. Auch sehr sehenswert war der Turm der Winde, der auch noch zur römischen Agora zu zählen ist. Nach der Mittagspause gingen wir hoch zur Akopolis. Dabei stiegen von uns auf den legendären Areopag-Hügel, von dem wir einen fantastischen Ausblick über die Stadt hatten. Nach der ausfürlichen Besichtigung der Akropolis hatten wir frei und gingen auf unterschiedlichste Weisen das Athener Nachtleben genießen.

 

Samstag, 15. Oktober

 

Am Samstagmorgen machten wir uns als erstes auf den Weg zum Numismatischen Museum, das früher dem berühmten Heinrich Schliemann als Behausung diente. Unterwegs wurde Professor Leschhorn leider erst einmal in der Metro sein Portmoinee geklaut. Während er damit beschäfitgt war, seine Karten speren zu lassen, warteten wir vor dem griechischen Parlamentsgebäude. Zufällig geschah zu dieser Zeit auch der traditionelle Wechel der Wachmannschaften.

 

Zusätzlich zu dem Numismatischen besuchten wir noch das Benakimuseum. Nach dem Museumsbesuch gingen wir auf eigene Faust Richtung Zeustempel im Olympieion. Auf dem Weg dorthin kamen wir unter anderem durch einen Park, in dem wir die mediterrane Tierwelt begutachten konnten. Dann statteten wir noch dem Hadrianstor und damit der anderen Seite der Stadt einen Besuch ab.

 

Sonntag, 16. Oktober

 

Am Sonntag machten sich unsere (fast vollständige) Gruppe auf, sich den Kerameikos anzuschauen. Die richtige Bahn fuhr allerdings in die falsche Richtung. Aufgrund mangelnder Griechisch-Kenntnisse bekamen wir dies nicht rechtzeitig mit. Doch stellte sich dies nicht als Problem heraus, da wir eh an der richtigen Station waren, um das Archäologische Nationalmuseum vorzuziehen. Den Kerameikos sahen wir uns dann eben danach an.

 

Delphi (17. bs 19. Oktober)

 

Montag, 17. Oktober

 

Am Montag morgen machten wir uns frühmorgens auf nach Delphi. Unterwegs legten wir noch einen Zwischenstopp bei dem mittelalterlichen Kloster Osios Loukas ein. Danach fuhren wir weiter zum Heiligtum der Athena Pronaia und bezogen unsere Zimmer in Delphi. Die einstmal mächtige Stadt, die sogar trotz ihrer Kollaboration mit dem Feind im Perserkrieg (490 – 479 v.Chr.) nach der Niederlage der Perser nicht bestraft wurde, ist heute fast rein touristisch und zählt nur wenige tausend Einwohner. Die Zimmer im Hotels Artemis fanden wir schon wesentlich geräumiger, als die in Athen. Das Angebot an Nachtleben musste hinter dem atheneischen zwar etwas zurückstehen, aber auch so kam der Spaß nicht zu kurz.

 

Dienstag, 18. Oktober

 

Am nächsten Morgen legten wir zu Fuß die etwa 1500 Meter zum heiligen Bezirk von Delphi zurück, wo früher die Pythia als Orakel ihre berühmten Vorhersagen machte. Bevor wir jedoch in den Tempelbezirk eindrangen, sahen wir uns das dazugehörige Museum an. Nach der obligatorischen Mittagspause fuhren die meisten von uns an den Strand von Itea am Golf von Korinth.

 

Bei Temperaturen von circa 20 Grad im Oktober genossen wir Mittelmeer-Atmosphäre: Umgeben von Olivenbäumen und Palmen, gaben wir uns drei Stunden lang dem Müßiggang hin, während einige es vorzogen, in den Bergen wandern zu gehen.

 

Mittwoch, 19. Oktober

 

Am Mittwoch begannen wir unsere Weiterfahrt in Richtung Olympia. Unterwegs hielten wir in Kalydon. Von dort fuhren wir nach Missolonghi, das eigentlich nur für seine herausragende Bedeutung für den griechischen Freiheitskampf bekannt ist. Außerdem liegt der berühmte englische Schriftsteller Lord Byron dort begraben. In Missolonghi angekommen, schauten wir uns den Park der Helden an und verbrachten noch die Mittagspause dort. Herr Schildt gab uns über die Pause noch ein Rätsel auf und danach fuhren wir weiter nach Olympia. Dabei ignorierten wir die Brücke über den Golf von Korinth und Patras und nahmen stattdessen aus Kostengründen die Fähre.

 

 

Am späten Nachmittag kamen wir nach kurzer Suche in unserem neuen Hotel New Olympia an.

 

Olympia (Mi 19. bis Do 20.)

 

Donnerstag, 20. Okober

 

Am Donnerstag gingen wir in das Museum, das zum Olympiagelände gehört. Außerdem wanderten wir ins „Olympische Dorf“. Dort sahen wir zum Beispiel die Überreste des Zeustempels, der mit der Zeusstatue aus Gold und Elfenbein eines der sieben Weltwunder der Antike beherbergte. Am Nachmittag fuhren wir weiter zu einem Strandotel in Drepano, einem kleinem Fischerdorf in der Nähe von Nauplia.

 

Drepano (Do 20. bis Sa 22.)

 

Freitag, 21. Oktober

 

Am nächsten Morgen fuhrne wir zum Heiligen Bezirk von Epidaurus. Dort schauten wir uns auch das dazugehörige Theater an, das außerhalb des eigentlichen heiligen Bezirks liegt. Danach ging es weiter in die Festung bei Nauplia. Die Aussicht auf die Bucht von Nauplia war toll und die Festung selbst mit ihrer fast schon labyrinthartig anmutenden Architekur bot auch einiges Sehenswertes. Unsere Mittagspause verbrachten wir in Nauplia, einer Stadt, die sich auch auf das Tourismusgeschäft konzentriert zu haben schien. Am Nachmittag fuhren wir noch zur mykenischen Festung Tiryns. Dann ging es frühzeitig zurück nach Drepano, wo wir noch einige Stunden die Sonne am Strand genießen konnten. Um 19.30 Uhr trafen wir uns im, am Abend zuvor bereits für gut befundenen, Restaurant von Nicos, um dort das traditionelle Exkursionsmahl einzunehmen, das an diesem Abend aus der Exkursionskasse bezahlt wurde.

 

Samstag 22. Oktober

 

Mykene (Sa 22.)

 

Am Samstag fuhren wir von unserem Strandhotel aus Drepano Richtung Athen los. Unterwegs machten wir Halt in Mykene. Dort sahen wir uns den beeindruckenden Königspalast an. Etwas weiter die Straße runter stießen wir auf die Grabhalle des Atreus.

 

Korinth (22.)

 

Von Mykene fuhren wir weiter nach Korinth. Dort gingen wir in den noch erhaltenen Teil der alten Stadt, der Achaia Korinth. Danach ließen wir uns zur Festung Akrokorinth. Danach fuhren wir noch zum Kanal von Korinth.

 

Athen (22. bis 23.)

 

Weiter ging es nach Athen, wo wir das Hotel, was wir eigentlich im Auge hatten nicht bekamen, sondern stattdessen im Hotel Emmantinaeinkehrten. Dieses A-Klasse Hotel (entspricht etwa Sternen) war allerdings aufgrund von diversen Extras wie einem eigenen Internetcafé, Restaurant und Swimming Pool auf dem Dach keineswegs unannehmlich.

 

Sonntag, 23. Oktober

 

Nach einer Kampfabstimmung am Freitag war entschieden worden, dass wir am Sonntag noch an den südlichen Teil von Attika, nach Sounion fahren würden. Nach etwa einer Stunde Aufenthalt und etwas Jagd auf Souvenirs fuhren wir das kurze Stück zum Strand herunter, wo wir die Zeit bis 17.00 verbrachten. Leider schlug das Wetter um und es wurde sehr windig und kühl, aber dem später einsetzenden Regen entkamen wir gerade noch.

Gegen 18.00 Uhr kamen wir dann am Flughafen an und vertrödelten uns dort die Zeit, bis um 21.45 Uhr der Flieger ging. Der Bus in Berlin wartete auch schon auf uns und los gings zurück Richtung BS. Unterwegs im Bus, vor der Kulisse eines perfekt getimeten, kurzen Staus, wurde von Herrn Götter und Frau Engels noch ein kurzes Resümee gezogen, Lob und Geschenke an die Professoren verteilt und die Richtung für nächste Exkursion ausgegeben: Schottland.

Nachts um viertel nach drei kamen wir dann endlich in Braunschweig an, wo auf Herrn Schildt dann tatsächlich auch nur ein Taxi und keine fünf warteten und die Gruppe sich relativ schnell auflöste.