Urkundenaufbau


Bevor wir zum Aufbau der zu untersuchenden Urkunde kommen, solltest du noch ein wenig Grundwissen über Urkunden erhalten. Zum Einen stellt sich die Frage, was eine Urkunde überhaupt ist? Eine passende Definition liefert dir Hans-Werner Goetz in seinem Buch „Proseminar Geschichte: Mittelalter“ auf Seite 135: „Eine Urkunde ist ein in bestimmten Formen abgefasstes, beglaubigtes und daher verbindliches Schriftstück, das ein Rechtsgeschäft dokumentiert.“
Aber Urkunde ist auch nicht gleich Urkunde, sondern sie werden in drei unterschiedliche Gruppen aufgeteilt, die sich nach dem Aussteller richten. Da wären zum Einen die Königsurkunden, die also von einem König für einen bestimmten Empfänger ausgestellt wurden, zum Anderen gibt es die Papsturkunden, die, wie sich schon vermuten lässt, vom Papst ausgestellt wurden. Die dritte, und für dich hier die interessante Gruppe, ist die der Privaturkunden. Hierunter fallen alle von anderen Personen ausgestellten Urkunden wie beispielsweise von Bischöfen oder Herzögen. Allerdings sind die Urkunden dieser Aussteller, im Gegensatz zu den Königs- und Papsturkunden, schwer in ein bestimmtes Schema für den Aufbau der Urkunde zu pressen, da es hier keine festgelegte Reihenfolge gibt.
Trotzdem sollen dir die folgende Seite versuchen zu helfen, den Urkundenaufbau zu analysieren. Wichtig ist noch zu erwähnen, dass sich bei Privaturkunden vor der Entstehung unserer Urkunde noch stark an den Papsturkunden orientiert wurde. Dann wird sie jedoch von der Königsurkunde abgelöst, sodass sich die unten dargestellte Einteilung auch an eben dieser orientiert. Einen guten Überblick für den Aufbau der Königs- und Papsturkunden und findet sich bei Hans-Werner Goetz: „Proseminar Geschichte: Mittelalter“. In Thomas Vogtherr „Urkundenlehre“ findet man zudem auch noch weitere wichtige Untersuchungsmerkmale für Urkunden.
Aber nun lass uns endlich anfangen ;)

 

 

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