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Verschüttet vom Vesuv

Die letzten Stunden von Herculaneum

von Matthias Wittschieben

 

Am 13. April 2006 machten sich trotz langer Ankündigung nur vier wissbegierige Studenten auf, um die beschwerliche Reise in die Vergangenheit anzutreten. Wir trafen uns also um 9 Uhr am Bahnhof und fuhren nach Bremen - genauer gesagt ins Focke Museum, um dort "Die letzten Stunden von Herculaneum" zu erleben.

Am Museum angekommen erwartete uns eine ob unserer geringen Gruppengröße - es waren mehr Studenten angekündigt - eine etwas irritierte junge Dame, die sich jedoch sofort bereit erklärte, unser klägliches Häuflein durch die Ausstellung zu führen. Die Führung, die wir nun bekamen, war hervorragend. Unsere Führerin, die selber gerade ihr Geschichtsstudium abgeschlossen hatte, geleitete uns durch die vorzüglich gestaltete Ausstellung, die mit Quellen, Kunst und Nachbildungen der Bootshäuser und den in ihnen umgekommenen Menschen, die dort vor der pyroklastischen Wolke Schutz gesucht hatten, beeindrucken konnte.

Die Präsentation traditioneller Ausstellungsmittel wie das Zeigen von Fresken, versteinerten Lebensmitteln (zum Beispiel Brot und Kichererbsen), Schmuck, Vasen usw. wurde durch den Einsatz moderner Medien optimal ergänzt. Der Besucher konnte somit das Leben in der reichen italischen Stadt bis zum Vulkanausbruch visuell und akustisch nachvollziehen und auch - ganz geschichtswissenschaftlich - den Augenzeugenbericht von Plinius dem Jüngeren lesen.

Nach Verlassen des Museums waren wir uns einig, dass dies eine der besten Ausstellungen war, die wir bisher gesehen hatten. Das Focke Museum in Bremen ist auf jeden Fall einen weiteren Besuch wert.

 

www.focke-museum.de