Gottlieb und Hugo Luther – Pioniere des industriellen Mühlenbaus

von Michael Räbiger

 

Luther? Hugo Luther?? Gottlieb Luther??? Den meisten Einwohnern Braunschweigs und der Region dürften diese Namen nicht mehr viel bzw. gar nichts mehr sagen (außer vielleicht im Zusammenhang mit der „Hugo-Luther-Straße“). Manche Mitbürger werden sich womöglich an die „Luther-Werke“ erinnern, welche zur Zeit des Nationalsozialismus für die Rüstung produzierten und nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Konkurs 1979 hauptsächlich Nutzfahrzeuge, Spezialmaschinen für die Industrie und Teile für Heeresgerät herstellten. Dass jedoch ein Vorgänger derselben, die „G. Luther, Maschinenfabrik und Mühlenbauanstalt Braunschweig“, am Ende des 19. Jhs. im Bereich des Mühlen- und Getreidespeicherbaus Weltruf genoss, ist eine Tatsache, an die dieser Artikel erinnern möchte. Die Geschichte des Unternehmens ist zudem eine Geschichte des persönlichen Erfolges – der des Firmengründers Gottlieb Luther und seines Sohnes Hugo. Diesem Gesichtspunkt soll im Folgenden spezielle Aufmerksamkeit gelten.

Christian Friedrich Gottlieb Luther wurde am 6. März 1813 als Sohn des Wassermüllers Johann Gottlieb Luther (1778–?) und dessen erster Ehefrau Dorothee Henriette (1782–1826), geb. Dohmeyer, in Halberstadt geboren. Er war der Erbe einer langen Reihe von Müllern, welche zur Seitenverwandtschaft des Reformators Martin Luther gehört und zeitlich bis in das 17. Jh., räumlich in die Region um Helmstedt zurückverfolgt werden kann. Nach der Konfirmation (1827?) begann er, bei seinem Vater, der zu dieser Zeit die Amtsmühle des Gutes Röderhof (nördlich von Halberstadt) als Pächter betrieb, das Müllerhandwerk zu erlernen. Vermutlich dürfte er hierbei erste Kenntnisse im Mühlenbau erlangt haben – sein Vater ging diesem neben-, später hauptberuflich nach –, denn ein Müller musste kleinere Reparaturen an seiner Arbeitsstätte selbstständig durchführen können. Die übliche Wanderschaft der Müllergesellen führte Gottlieb Luther 1833 nach Rüningen, wo er bei Müllermeister Heinrich Rute auf der örtlichen Wassermühle Arbeit fand. Diese war mit vier Getreidemahlgängen, einer Ölmühle sowie einem Sägewerk zu dieser Zeit eine der größten und modernsten im Herzogtum Braunschweig. Da er seine Lehre außerhalb geregelter Verordnungen eines Berufsverbandes durchlaufen hatte, erhielt er erst mit einem am 24. Oktober 1835 von der Braunschweiger Müllergilde ausgehändigten Lehrbrief einen nachträglichen Ausbildungsnachweis. Eine Meisterprüfung Luthers ist nicht nachweisbar. 1836 wechselte er an die erst vier Jahre zuvor eingerichtete Dampfmühle der Gebrüder Haase in Braunschweig. Nach einigen anderen deutschen Städten (u. a. Berlin und Magdeburg) hatte nun auch hier die Industrialisierung dieses Handwerks begonnen. Der junge Müllergeselle blieb bis 1841, studierte die neuartigen Konstruktionen und verbesserte somit kontinuierlich sein Technikverständnis. Laut einem Brief Luthers vom 2. Februar 1844 belegte ein dort erhaltenes Arbeitszeugnis, „daß ich mich auch dem Studium der Mühlenbaukunst mit vielem Fleiße gewidmet habe und darin so weit vorschritt, daß ich selbstständig mehrere zweckmäßige Einrichtungen an den Haaseschen Fabrikwerken treffen konnte, und auch eine neue Sägemühle und Fournierschneidemaschine daselbst zu bauen im Stande war.“ (Niedersächsisches Landesarchiv, Abteilung Wolfenbüttel; Signatur: 50 Neu 3 Mart, Nr. 270 – darin Nr. 1118, S. 3 [siehe auch: DETTE 1986, S. 81]) Er muss sich hierzu höchstwahrscheinlich theoretisch weitergebildet haben.

Im Anschluss an die Zeit bei Haase arbeitete Gottlieb Luther als selbstständiger Mühlenbauer, in welchem Rahmen er u. a. Ölmühlen für einige Müller in Königslutter ausstattete. Darunter befand sich eine Öl-, Mahl- und Graupenmühle für Heinrich Wilhelm Schaper, dessen Tochter Sophie Dorothee Wilhelmine (1823–91) er 1846 ebenda heiratete. Ungleich eindrucksvoller nahmen sich die von ihm eingerichteten Windmühlen in der Landschaft aus: 1842 entstand für den Fabrikanten Willies eine Holländerwindmühle am „Schwarzen Kampe“, 1843 eine weitere bei Eisenbüttel für die Braunschweiger Lohgerbergilde. Um 1845 fertigte er einen Galerieholländer mit Windrose für den Müllermeister Friedrich Bosse auf der Bremerhöhe vor Clausthal an. Mit diesen Projekten erwarb sich Luther viel Ansehen, so dass ihm der Ruf eines „Mühlendoktors“ vorauseilte. Vor dem Hintergrund mehrjähriger handwerklicher Erfahrung bemühte er sich schließlich um die Konzession für eine Niederlassung als Mühlenbauer in Wolfenbüttel. Seine Wahl fiel auf diesen Standort, weil er im Zentrum seines Kundenkreises lag und zudem Anschluss an wichtige Eisenbahnverbindungen (u. a. nach Magdeburg oder Braunschweig) bot. Die Genehmigung wurde am 6. August 1846 erteilt – so entstand in diesem Jahr im Hinterhof des Eckhauses Okerstraße 3 eine kleine Werkstatt für Mühlenreparaturen sowie die Herstellung von Müllereimaschinen und hydraulischen Pressen. Einem 1847 an Kreisdirektion und Wolfenbütteler Stadtmagistrat gerichteten Gesuch Gottlieb Luthers, eine private Gießerei betreiben zu dürfen, wurde erst dann (mit Einschränkungen) stattgegeben, als er drohte, seinen Betrieb nach Oschersleben zu verlagern.

Angesichts der beengten Situation in der Okerstraße führte die Notwendigkeit, den Ansprüchen der immer zahlreicheren Kundschaft gerecht werden zu müssen, im Jahr 1850 mit Unterstützung des vermögenden Teilhabers Carl Peters zum Erwerb des über drei Morgen großen Grundstückes Schulwall 1 in Bahnhofsnähe, auf dem Luther 1852 mit seinem Partner die „Maschinenfabrik und Mühlenbauanstalt Luther & Peters“ eröffnete. Das Besondere an dieser Firma war, dass sie als erste Einrichtung im Mühlenbau den Schritt von der Werkstatt zum nach Abteilungen wie Berufssparten ausdifferenzierten Industriebetrieb vollzog, welcher sowohl die Konstruktion als auch die Herstellung aller mühlentechnischen Komponenten unter einem Dach vereinigte. Eine Dampfmaschine trieb die Werkzeugmaschinen an, während die Arbeitsorganisation schon überaus spezialisiert war: Die Fabrik gliederte sich in das technische Büro, Dreherei, Schlosserei, Schmiede, Gießerei, Modelltischlerei, Tischlerei, Sägerei, Dampfmaschine mit Kesselhaus, Sozialraum, Montagehalle und viele Lagerräume. 1864 umfasste die Belegschaft 4 Techniker, 1 Magaziner, 11 Dreher, 10 Schmiede, 2 Buchhalter, 15 Schlosser, 6 Former, 28 Holzbearbeiter, 8 Lehrlinge und 9 Tagelöhner. Außer letzteren waren alle Mitarbeiter in einer autonomen Betriebskrankenkasse versichert. Jedoch forderte die Kreisdirektion Wolfenbüttel Luther auf, einige zu harte Regelungen betreffend Entlassung, Überstunden sowie Ersatz zerbrochenen Werkzeugs zu ändern. Da das Herzogtum ab 1858 sein Gießereimonopol aufzulösen begann, letztendlich am 3. August 1864 die Gewerbefreiheit einführte, richtete die Firma 1869 eine eigene Gießerei ohne Einschränkungen ein, die sie von den Erzeugnissen der staatlichen Werke im Harz unabhängig machte. Zum Sortiment gehörten u. a. Wasserräder, Turbinen, Dampfmaschinen, Gussteile für Räderwerke und Lager, auch stählerne Wellen oder eiserne Flügelwellenköpfe. Die Technik der meisten Mühlen in der Region zwischen Braunschweig und Hannover wurde in dieser Zeit teilweise oder komplett von „Luther & Peters“ geliefert.

Am 1. April 1875 löste Gottlieb Luther den Gesellschaftervertrag mit Peters aus bisher unbekannten Gründen auf, verkaufte mit diesem die Wolfenbütteler Fabrik an den Berliner Ingenieur Max Ehrhardt und eröffnete am 1. Juli mit seinem ältesten Sohn Hugo in gemieteten Räumen in der Braunschweiger Helenenstraße 8 eine neue gleicher Ausrichtung. Ihr Name lautete „G. Luther, Maschinenfabrik und Mühlenbauanstalt“. Die Ursache des Umzuges in die Residenzstadt ist offenkundig: Wolfenbüttel war zu eng geworden. Braunschweig wurde nun immer besser in das Streckennetz der Eisenbahn integriert, während die Gründung des Deutschen Reiches 1871 zudem den Wegfall vieler wirtschaftspolitischer Barrieren mit sich gebracht hatte. Für ein expandierendes Unternehmen waren das denkbar günstige Bedingungen. Die immer zahlreicheren Aufträge führten schließlich 1877 zum Kauf eines großen Grundstückes an der Frankfurter Straße, auf welchem (unter maßgeblicher Planung Hugo Luthers) 1878–79 die neuen Werksgebäude errichtet und gegen Ende des letztgenannten Jahres mit ca. 80 Mitarbeitern in Betrieb genommen wurden. Währenddessen zog sich der Vater aus gesundheitlichen Gründen aus der Firma zurück. Er kaufte am 20. September 1878 noch seine alte Arbeitsstätte, die Mühle Rüningen, samt dem Vorrecht der Fischerei sowie 65 Morgen Land. Sieben Monate später, am 23. April 1879, starb Gottlieb Luther. Ein Echo darauf hat es in der näheren und weiteren Umgebung überraschenderweise nicht gegeben. Der Mann, der in Deutschland den Übergang des Mühlenbaus von der handwerklichen zur industriellen Fertigungsweise entscheidend mitgeprägt hatte, hinterließ seinem Sohn neben Vermögenswerten einen gut ausgebildeten Techniker- und Facharbeiterstab. Der Schritt in das Großmühlenzeitalter stand nun bevor.

Die in der Folgezeit erreichte Weltgeltung der Braunschweiger Mühlenbauindustrie steht mit der Person Hugo Luthers in engem Zusammenhang: Am 18. November 1849 in Wolfenbüttel geboren, besuchte er das dortige Gymnasium und leistete anschließend dreijährige praktische Arbeit im väterlichen Betrieb. 1868–72 studierte er an den Technischen Hochschulen in Zürich und München, arbeitete dann anderthalb Jahre lang als Konstrukteur in der Wiener Maschinenfabrik „M. Schimmelbusch“. Nachdem er hier gegen Ende seiner Tätigkeit mit der Leitung sämtlicher mechanischen Werkstätten betraut worden war, ging er 1874 nach Temesvar, um sich als Zivilingenieur und Vertreter von „Luther & Peters“ im Rahmen des Baus von Baggern, Schleusen und Kanälen mit Flussregulierungen in Ungarn zu beschäftigen – ein Thema, das in seiner Laufbahn Jahre später noch eine große Rolle spielen sollte. 1875 rief ihn sein Vater zur Einrichtung des neuen, gemeinsamen Braunschweiger Unternehmens zurück, dessen alleiniger Leiter er nach dem Rückzug des Seniorchefs im Oktober 1878 wurde.

Inzwischen begann sich der technische Wandel im Müllereiwesen endgültig durchzusetzen: So konnte sich etwa der Walzenstuhl, eine Maschine, die das Mahlgut mittels rotierender Walzen zerkleinerte, ab den 1870er Jahren endgültig als kraftsparende wie effiziente Alternative zum Mühlstein etablieren, nachdem er in diesem Jahrzehnt durch den Schweizer Friedrich Wegmann und das Budapester Maschinenbauunternehmen „Ganz & Co.“ entscheidende Verbesserungen erfahren hatte. Hugo Luther, der ein überaus einfallsreicher Erfinder war, reagierte selbstverständlich auf solche Entwicklungen: Bis zum Jahr 1891 vergrößerte er das Braunschweiger Werk ständig, um dem wachsenden Kundenkreis sowie einem modernisierten Produktionsprogramm gerecht werden zu können. Er reiste zum Studium der neuen Technik nach Österreich-Ungarn und übernahm 1883 die Vertretung der Firma „Ganz & Co.“ für Deutschland. 1884 erwarb er die nach dem Tod seines Vaters an eine Erbengemeinschaft gefallene Rüninger Mühle, um sie mithilfe der Kaufleute Georg und Ludwig Berkenbusch als Versuchsanlage für seine Müllereimaschinen einzurichten. Hier liefen die weltweit ersten industriell hergestellten Plansichter – eine Siebvorrichtung für die Produkte des Mahlvorgangs – nach Patenten des ungarischen Mühlendirektors Carl Haggenmacher aus den 1880er Jahren. Hier entstand 1893–95 die erste deutsche Großmühle, die ausschließlich mit (24) Plansichtern arbeitete. Ihre Silos und Großbodenspeicher erwiesen sich ebenfalls als beispielgebend. Insgesamt richtete „G. Luther“ in den ersten zwei Jahrzehnten der Produktion in Braunschweig bis 1896 über 1.000 größere Getreidemühlen ein.

Des Weiteren ging das Fabrikationssortiment ab 1880 zunehmend über den Kernbereich des Mühlenbaus hinaus: Großdampfmaschinen, Einrichtungen für Zementfabriken, Krane, Apparate zur Förderung von Kohle, Mineralien oder Erden, auch automatische Waagen baute man in dieser Firma, die 1888 in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt wurde. Auf internationalen Industrieausstellungen erhielten ihre Erzeugnisse hohe Auszeichnungen. Die Mitarbeiterzahl war bis 1884 auf 20 Ingenieure und 244 Arbeiter angewachsen. Ferner trug Hugo Luthers entschiedener Einsatz für die Errichtung großer Silospeicher nach nordamerikanischem Vorbild wesentlich zur Anerkennung dieser Art der Getreidelagerung in Europa bei. Als Beispiel für die Fähigkeit seines Werkes, selbst ganze Hafenanlagen mit solchen Systemen auszustatten, seien hier nur die Silobauten für die rumänischen Donauhäfen Galatz und Braila genannt: Nachdem das Braunschweiger Unternehmen 1887 den Liefervertrag für die gesamte Maschinenausrüstung beider Häfen unterzeichnet hatte, entstanden dort bis 1891 zwei Anlagen von je 25.000 t Fassungsvermögen für die rumänische Staatseisenbahn, inklusive fahrbarer mechanischer Getreideheber (Elevatoren), ober- und unterirdischer Transportbänder sowie Reinigungseinrichtungen. Bis zum Beginn des 20. Jhs. baute die Fabrik mehr als 150 große Silo- und Bodenspeicher, z. B. (neben Rumänien) in Mannheim, Köln, Uerdingen, Antwerpen, Louvain, Odessa, St. Petersburg, Ludwigshafen, Genua, im Hafen von La Plata (Argentinien) etc. Zudem reagierte man auf aussichtsreiche Neuerungen in der Getreideförderung: 1895 erwarb „G. Luther“ die Generallizenz zur Verwertung der Patente des Engländers Frederick E. Duckham bezüglich pneumatischer Elevatoren, d. h. mit Luft arbeitender Getreideheber, für weite Teile Kontinentaleuropas. In Deutschland wurde das Verfahren erstmals in Rüningen erprobt. Hugo Luther, sein Bruder Oskar und der Ingenieur Walther Leede verbesserten diese Geräte kontinuierlich, so dass nach der Überwindung anfänglicher Schwierigkeiten wesentliche Fortschritte in der pneumatischen Förderungstechnik erzielt werden konnten. Die ersten vier Anlagen solcher Art auf dem europäischen Kontinent entstanden 1896 für die „Stettiner Dampfmühlen-Actiengesellschaft“, für das neue Getreidelagerhaus der „Ersten k. k. privil. Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft“ im Hafen von Passau sowie – als schwimmende Varianten – für die „Hamburg-Amerika-Linie“ (Hamburg) und den „Norddeutschen Lloyd“ (Bremen).

So bemerkenswert die Entwicklung der Firma bisher verlaufen war, eines ihrer Projekte sollte weltweite Beachtung finden: Die erfolgreiche Regulierung der Stromschnellen des unteren Donauabschnitts von Stenka bis zum Eisernen Tor (bei Orsova), welchen auf einer Strecke von 85 km Felsenriffe, Untiefen, Krater und Strudel prägten. Seit Jahrhunderten war die volle Schiffbarmachung jenes großen europäischen Flusses eine immer wieder begegnende Herausforderung gewesen, doch erst die mit der Industrialisierung einhergehende Ausweitung des Handels führte im 19. Jh. dazu, dass man sich dieser Aufgabe wieder entschlossener zuwandte. Für das genannte Teilstück, das schon die Römer zu überwinden versucht hatten, wurden nach seiner genauen Vermessung in den 1830er Jahren über mehrere Jahrzehnte hinweg verschiedene Regulierungsvorschläge erarbeitet, die jedoch wegen außerordentlicher technischer Schwierigkeiten nicht ausgeführt werden konnten. Letztendlich stimmten die internationalen Experten darin überein, dort mehrere Schifffahrtsrinnen aussprengen zu lassen und diese an manchen Stellen durch Leitdämme zu begrenzen. Nachdem sie infolge des Berliner Vertrages von 1878 die Durchführung der erforderlichen Arbeiten übernommen hatte, entwarf die ungarische Regierung in den 1880er Jahren konkrete Pläne für dieses ambitionierte Vorhaben, dessen Umsetzung 1888 per Gesetz beschlossen wurde. Die großen praktischen Probleme blieben jedoch ein beträchtliches Hindernis. So waren (nach ARNOLD 1895, S. 160–161) insgesamt 1.850.000 m3 Gestein zu bewegen, 700.000 m³ davon bei der Felsbeseitigung im Strom und die restlichen 1.150.000 m3 für die Schüttung von Steindämmen. Nachdem sich im Rahmen zweier Ausschreibungen unter 19 Bewerbern kein Erfolg versprechendes Angebot gefunden hatte, erhielt schließlich im Jahr 1890 nach einer ebenfalls ergebnislosen dritten Runde das Konsortium „General-Bauunternehmung der Donau-Kataracte-Regulirung“ den Zuschlag, welches von Hugo Luther zusammen mit seiner Hausbank, der Berliner „Disconto-Gesellschaft“, sowie dem ungarischen Wasserbau-Ingenieur Julius Hajdu eigens für diese Aufgabe gegründet worden war. Sowohl die staatliche Bauleitung als auch die Direktion der „General-Bauunternehmung“ nahmen ihren Sitz in Orsova. Es stellte sich allerdings heraus, dass die bisher auf anderen Baustellen der Welt (z. B. für Suezkanal oder Panamakanal) verwendeten Arbeitsschiffe und Werkzeuge für die Bedingungen an der Donau deutlich verbessert sowie darüber hinaus weitere Schiffe mit völlig neu konstruierten Maschinen gebaut werden mussten. Während die Wasserfahrzeuge auf einer vor Ort angelegten Werft entstanden, wurden bei „G. Luther“ in Braunschweig die erforderlichen Apparaturen (Fallmeißel, Stoßbohrer, Bagger, Pumpwerke) entwickelt, hergestellt und letztendlich produktiv an den Katarakten eingesetzt. Mithilfe dieser Innovationen, der Anwendung eines zweckmäßigen Sprengverfahrens sowie dem unermüdlichen Einsatz von insgesamt ca. 4.000 bis 9.000 Personen, die in den Jahren 1890–96 selbst nachts an diesem Großvorhaben arbeiteten, sollte das lange aussichtslos erscheinende Unternehmen schließlich gelingen: Am 27. September 1896 erfolgte die feierliche Eröffnung des Kanals am Eisernen Tor und der übrigen Schifffahrtsstraßen. Wenn auch ein wichtiger Verbesserungsvorschlag Hugo Luthers für den erstgenannten Weg, die Anlage einer Doppelschleuse (in Verbindung mit einem großen Wasserkraftwerk), aufgrund mangelnder Einigkeit zwischen den Anrainerstaaten nicht verwirklicht wurde, so verschaffte doch schon die Bewältigung des gewaltigen Regulierungsprojektes an sich der Braunschweiger Firma und ihrem Leiter große internationale Anerkennung.

Der Erfolg hatte jedoch seinen Preis: Da sich der Chef während jener Arbeiten überwiegend, in den ersten beiden Jahren zur Beobachtung der Wirkungsweise der neuen Maschinen fast ununterbrochen an der Donau aufhielt, kam die Expansion der Werksanlagen an der Frankfurter Straße praktisch zum Erliegen. 1891 entsandte die „Disconto-Gesellschaft“ zur geschäftlichen Unterstützung den Ingenieur Albert Lemmer, bis dahin Direktoriumsmitglied der „Sächsischen Maschinenfabrik“ in Chemnitz, als weiteren persönlich haftenden Gesellschafter in die Firma. Dessen Verhältnis zu einigen langjährigen Mitarbeitern Luthers scheint nicht das beste gewesen zu sein: Zum Ende des Jahres 1894 traten die leitenden Angestellten Ernst Amme, Carl Giesecke und Julius Konegen aus der Fabrik aus und gründeten 1895 die „Braunschweigische Mühlenbauanstalt Amme, Giesecke & Konegen“. Sie stellte schon bald eine ernste Konkurrenz dar, sollte ihren Mitbewerber an Größe nach 1902 sogar überflügeln. Vermutlich war es eine Reaktion auf diese Entwicklung, dass „G. Luther“ im Juli 1896 die „Mühlenbauanstalt, Maschinenfabrik und Eisengießerei Gebr. Seck“ in Darmstadt kaufte, um sie ab dem 1. Januar 1897 als Filiale weiterzubetreiben. Die Zahl der Arbeiter war damit auf ca. 900 angewachsen. Ferner blieb der Firmenleiter im selben Zeitraum von familiären Schicksalsschlägen nicht verschont: 1895 starb seine erste Ehefrau Anna, geb. Zarniko, die er 1879 in Heiligenbeil (Ostpreußen) geheiratet hatte, einen Monat vor ihrem 36. Geburtstag. Im Dezember 1896 verschied sein nächstjüngerer Bruder Alfred im Alter von 41 Jahren, während das jüngste Geschwister Oskar, einer vielversprechenden Ingenieurslaufbahn entgegensehend, am 14. April 1897 bei einer durch offenes Feuer verursachten Getreidestaubexplosion in der pneumatischen Förderanlage in Passau schwer verletzt wurde (siehe ANMERKUNG). Luther selbst litt seit den ebenso aufsehenerregenden wie aufreibenden Arbeiten in Ungarn zunehmend an einem Herzleiden, welches ihn 1899 zwang, sich von der Geschäftsleitung zurückzuziehen. Zuvor war sein Unternehmen nach den immensen finanziellen Belastungen der Donauregulierung im Juli 1898 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden, eine Rechtsform, die die Kapitalbeschaffung erleichterte. Auch waren im selben Jahr Luthers herausragende Konstrukteursleistungen mit der Grashof-Denkmünze, der höchsten Auszeichnung des „Vereins Deutscher Ingenieure“ (VDI), gewürdigt worden. 1900 übersiedelte er auf seinen Landsitz „Herzberghaus“ bei Goslar, wo er infolge seiner Krankheit bereits am 30. Juni 1901 starb.

Die weitere Unternehmensgeschichte bis 1950 sei kurz zusammengefasst: Um die Jahrhundertwende eintretende Absatzprobleme machten 1901 eine betriebliche Sanierung nötig. Die anhaltend gute Auftragslage für Großdampfmaschinen und die Einführung eines neuen Herstellungszweiges für Großgasmotoren vermochten zwar die Rentabilität zu erhalten, doch zeigt die zweite Sanierung von 1906, dass die Situation über mehrere Jahre hinweg kritisch blieb. Einen zusätzlichen Stabilitätsfaktor bildeten in dieser Zeit die stets weiterentwickelten pneumatischen Getreideheber, welche auch einen großen Anteil am allmählichen Aufschwung ab 1906 hatten. Auf Seiten des Führungspersonals gestaltete diesen Hugo Luthers ältester Sohn Gerhard (1883–1923) wesentlich mit, der im Jahr 1909 nach Abschluss seiner Fachstudien in die Fabrik eintrat, schon bald in den Vorstand aufrückte und es verstand, ihr durch technische Kenntnisse sowie geschickte Verhandlungsführung wichtige Aufträge zu sichern. Über seine beiden Dissertationen hinaus sollte er sich durch diese Arbeit bis zu seinem Schritt in die Selbstständigkeit 1912 den Ruf eines hervorragenden Mühlenbaufachmannes erwerben. Um 1913 war das Unternehmen, das sich seit Beginn des 20. Jhs. neben einer Erweiterung des Fabrikationsprogramms (z. B. um den Gröndalschen Erzscheider) besonders der ständigen Verbesserung schon vorhandener Konstruktionen (z. B. der Lutherschen Kali-Feinsalzmühle) widmete, wieder konsolidiert. Zur Hebung der Verdienstmöglichkeiten im Mühlen- und Speicherbau trat die „G. Luther AG“ 1914/15 zusammen mit den AGs „Amme, Giesecke & Konegen“, „Seck“ (Dresden) und „Kapler“ (Berlin) der Interessengemeinschaft der führenden Mühlenbauanstalten in Deutschland bei. Der wirtschaftliche Erfolg hielt selbst während des Ersten Weltkrieges an, wobei man in dieser Zeit, wie andere Maschinenfabriken, auch Granaten, Munitions- und Sanitätswagen produzierte. Nachdem der Ingenieur Hugo Greffenius, Inhaber der „Hugo Greffenius AG“ (vormals „Simon, Bühler & Baumann“) in Frankfurt a. M., die Aktienmehrheiten der vier genannten Unternehmen hatte erwerben können, führte er sie einschließlich seines eigenen über die am 2. August 1921 gegründete Dachorganisation „Mühlenbau und Industrie Aktiengesellschaft“ (MIAG) enger zusammen.

Unter dieser Firma kam es schließlich am 14. Dezember 1925 zur Fusion jener fünf Wettbewerber, woraus sich in wenigen Jahren eines der führenden Unternehmen seiner Art entwickelte: Über den Mühlen- und Speicherbau hinaus umfasste sein Sortiment u. a. Maschinen für mechanische oder pneumatische Förderung, Hartzerkleinerung, Holzschleiferei und Pappenfabriken, Mälzerei und Brauerei sowie verschiedene Bereiche der Nahrungs- und Genussmittelherstellung. Im Rahmen umfangreicher Rationalisierungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen wurden 1928 alle Verwaltungen in Braunschweig zusammengefasst – drei Jahre vor der Verlegung des juristischen Sitzes von Frankfurt a. M. dorthin –, während man die Fabrikation hauptsächlich auf die vier größten Werke ebenda (Amme-Werk, Luther-Werk) und in Sachsen (Seck-Werke in Sporbitz und Schmiedeberg) konzentrierte. Nach einigen Jahren günstiger Geschäftsentwicklung erschütterte die MIAG 1930 ein interner Skandal um den Vorstandsvorsitzenden und Großaktionär Greffenius, als bekannt wurde, dass dieser in erheblichem Umfang Firmengelder für Privatgeschäfte zweckentfremdet hatte. Er musste sein Aktienpaket verkaufen und zog sich aus dem Unternehmen zurück. Des Weiteren zeigten sich in der Folgezeit die ernsten Auswirkungen der beginnenden Weltwirtschaftskrise: So zählte etwa das Luther-Werk nach zahlreichen Entlassungen bald nur noch ca. 100 Beschäftigte. Durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten trat hier insgesamt ein deutlicher Wandel ein, indem sich die MIAG ab 1934 auf die staatlicherseits forcierte Rüstungsproduktion umstellte. Wenn auch allmählich ein wieder verbesserter Umsatz im Mühlen- und Speicherbau zu verzeichnen war, so bildeten doch die großen rüstungsbezogenen Staatsaufträge den Grund für Modernisierung wie Erweiterung der Fabrikationsanlagen, zusätzliche Rationalisierung, Ertragssteigerungen sowie nicht zuletzt das beträchtliche Wachstum der Mitarbeiterzahl von ca. 3.500 (Ende 1933) auf mehr als 8.000 (Anfang 1937) und darüber hinaus. Dem Luther-Werk, welchem seit 1935 Hugo Luthers jüngster Sohn Stephan (1891–1944) als kaufmännischer und Walter Jordan als technischer Leiter vorstanden, oblag es in diesem Zusammenhang, Flugzeuge und Flugzeugteile anzufertigen. Um diese Aufgabe vor dem Hintergrund gesteigerter Anforderungen der Kriegswirtschaft besser erfüllen zu können, wurde es mit seinen Zweigstellen im Juni 1941 aus der MIAG herausgelöst. Das neue, weiterhin von seinen bisherigen Leitern geführte Unternehmen firmierte zunächst als „Luther-Werke, Luther & Co. GmbH“, seit April 1943 als „Luther-Werke, Luther & Jordan“. Stephan Luther wurde im Frühjahr 1944 während der Fahrt in das Stammwerk durch einen Bombenangriff schwer verwundet und starb einige Monate später an den Folgen dieses Ereignisses. Der Luftkrieg zerstörte die Anlagen nahezu komplett. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kam es zu ihrer Stilllegung, Beschlagnahmung und Demontage durch die Militärregierung der britischen Besatzungszone. Am 1. Januar 1950 wurde das Unternehmen wieder dem Gesellschafter Walter Jordan übergeben – erst dieses Datum markiert den Beginn eines kontinuierlichen Wiederaufbaus.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass der Name Luther am Ende des 19. Jhs. untrennbar mit erstaunlichen Leistungen im Mühlenbau, in der Getreidelagerungs- und -förderungstechnik sowie zusätzlich in der Flussregulierung verbunden war. Gottlieb Luther hatte die Erfordernisse des industriellen Zeitalters erkannt, sich danach ausgerichtet und seinem begabten Sohn eine solide Basis für größere Aufgaben hinterlassen. Somit konnte die „G. Luther, Maschinenfabrik und Mühlenbauanstalt Braunschweig“ durch ihre Arbeit auf den genannten Gebieten in der ganzen Welt hohes Ansehen gewinnen.

 


ANMERKUNG: Die in TISCHERT [1956], S. 17 / 22 und SEHERR-THOẞ 1987b, S. 543 genannte Information, Oskar Luther sei durch diesen Unfall getötet worden, ist falsch. LUTHER, K. 1946 erwähnt auf S. 33a mit keinem Wort, dass jene Verletzungen (= Verbrennungen im Gesicht und an den Händen) tödlich gewesen seien, während die familiengeschichtlichen Veröffentlichungen SCHMIDT 1984, S. 387; LUTHER, G. (Hrsg.) 1987, Abschnitt B Teil 26.3 und WERNER / ALT 2020, Bd. 2 S. E-269 als Todesjahr Oskar Luthers übereinstimmend 1936 angeben. Ebenfalls kann die in SEHERR-THOẞ 1987b, S. 543 dem Unfall zugeordnete Jahreszahl 1895 nicht stimmen. Die Mitteilungen in LUTHER, K. 1946, S. 33a zu Datum (14. April 1897) wie Ursache (offenes Feuer) der Staubexplosion werden vielmehr auf Seite 77 der folgenden laut ihrem Quellennachweis unabhängig von Luther-Dokumenten entstandenen Publikation bestätigt: BRANDL, Werner: Hafen Passau: Lagerhäuser – Sackltrager – Schifffahrtsgesellschaften. 1860–2010, o. O. [Passau] 2010.

 

 

Literaturauswahl

 

Quellen

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—: „Die Schiffbarkeit der regulirten Donau-Katarakte zwischen Stenka und dem Eisernen Thor“, in: Zeitschrift des Vereines Deutscher Ingenieure 42 (1898), S. 1373–1382.

G. LUTHER [MASCHINENFABRIK UND MÜHLENBAUANSTALT BRAUNSCHWEIG] (Hrsg.): Die Construction und Einrichtung der Speicher, speciell der Getreide-Magazine, in ihren neuesten Vervollkommnungen, Braunschweig 1886.

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— (Hrsg.): 18461896. G. Luther Maschinenfabrik und Mühlenbauanstalt Braunschweig und Darmstadt, o. O. u. J. [Braunschweig 1896].

— (Hrsg.): Maschinenfabrik und Mühlenbauanstalt G. Luther, Aktiengesellschaft, Braunschweig: gegründet 1846. Zweigfabrik in Darmstadt, o. O. u. J. [Braunschweig 1905].

— (Hrsg.): Moderne Getreidespeicher mit mechanischen u. pneumatischen Transport- und Verlade-Anlagen, o. O. u. J. [Braunschweig 1920er Jahre]. (verwendetes Exemplar aus dem Niedersächsischen Landesarchiv, Abteilung Wolfenbüttel; dort Teil der Verzeichnung mit der Signatur: 1008 N, Zg. 30/2001, Nr. 29)

 

Darstellungen

BÜHLER GmbH (Hrsg.): MIAG Bühler 18461996. Chronik einer Maschinenfabrik von außergewöhnlicher Vielseitigkeit, Braunschweig 1996.

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—: Art. „Luther, Hugo“, in: MATSCHOẞ, Conrad (Hrsg.): Männer der Technik. Ein biographisches Handbuch, Berlin 1925, S. 164.

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HAGEN, Rüdiger: Mühlenbau in und um Wolfenbüttel. Ein Streifzug durch die Entwicklungsgeschichte des Mühlenbaus in unserer Region, Wolfenbüttel 2005 (= Aktionsgemeinschaft Altstadt Wolfenbüttel e. V.: Spurensuche, Heft 4).

LUTHER, Kurt: Die Luther-Werke. Chronik ihres hundertjährigen Bestehens 1846–1946, (unveröffentlichtes Typoskript) Braunschweig 1946. (Niedersächsisches Landesarchiv, Abteilung Wolfenbüttel; Signatur: 1008 N, Zg. 30/2001, Nr. 49)

LUTHER, Stephan: Die Geschichte des Mühlenbaues, insbesondere die Entstehungsgeschichte des Großmühlenbaues in Braunschweig, (unveröffentlichtes Typoskript; Vortrag, Braunschweig 1931) o. O. u. J. (Stadtarchiv Braunschweig; Signatur: H III 5:29)

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—: Art. „Luther, Hugo“, in: Neue Deutsche Biographie, Bd. 15, Berlin 1987b, S. 543–544; revidierte Online-Version unter: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117667625.html#ndbcontent (Permalink).

TISCHERT, Hans: 110 Jahre Luther-Werke Luther & Jordan Braunschweig, o. O. u. J. [Braunschweig 1956].

 

Familiengeschichtliche Veröffentlichungen

LUTHER, Günter (Hrsg.): Das Luther-Nachkommenbuch, Berlin 1987.

SCHMIDT, Ludwig: Luthers Seitenverwandte. Eine Ergänzung zum Luther-Nachkommenbuch, Neustadt an der Aisch 1984 (= Genealogie und Landesgeschichte, Bd. 38). (Ergänzung zu dem von Martin Clasen und Ludwig Schmidt erarbeiteten Luther-Nachkommenbuch aus dem Jahr 1960)

WERNER, Hans Peter / ALT, Wolfgang: Ahnen und Enkel. Das Buch der Nachkommen und Verwandten von D. Martin Luther und Katharina von Bora, 4 Bde., Norderstedt 2020; hier Bd. 2: Seitenverwandte des Reformators. Die Nachkommen von Geschwistern des D. Martin Luther, Norderstedt 2020.

 

 

Abbildungshinweise

Porträt Gottlieb Luthers:

BÜHLER GmbH (Hrsg.) 1996, S. 5; MÜHLE RÜNINGEN AG (Hrsg.) 1948, S. 4; TISCHERT [1956], S. 7.

Abbildung der Fabrik am Schulwall in Wolfenbüttel, 1864:

DETTE 1986, S. 83; HAGEN 2005, S. 27.

Porträt Hugo Luthers:

MÜHLE RÜNINGEN AG (Hrsg.) 1948, S. 4; TISCHERT [1956], S. 9.

Abbildung des Werkes an der Frankfurter Straße in Braunschweig, 1894:

BÜHLER GmbH (Hrsg.) 1996, S. 7; TISCHERT [1956], S. 11.