<u>Quelle des Originalbildes:</u> <Link http://www.focke-museum.de/>Focke Musem Bremen</Link>

Luxus und Dekadenz

Römisches Leben am Golf von Neapel

von Phillip Hoffrichter

 

Dieses Jahr fuhren wir (wieder einmal) ins Focke Museum, um uns die Ausstellung „Luxus und Dekadenz. Römisches Leben am Golf von Neapel.“ anzuschauen. Da der 13. Mai in die Exkursionswoche fiel, fand sich eine große Gruppe von  fast 20 Personen zusammen. Wir fuhren am Morgen mit Zug und Straßenbahn zum Museum, wo wir unseren Führer trafen.

 

Die Führung, die wir gebucht hatten war gut strukturiert und bot zusätzliche Informationen. Wie uns bald klar wurde, kannte die Dekadenz der Römer am Golf von Neapel kaum Grenzen. Die ersten Exponate, die uns erwarteten, waren Perlenohrringe, die aber nicht von den Römerinnen getragen wurden, sondern von Aalen, die früher in einem Becken im Atrium der römischen Villen schwammen. Weiter gab es kleine Vögel aus Glas zu sehen, die in ihrem Innern Öl, Essig oder Gewürze enthielten. Wollte man sein Essen nachwürzen, musste man das damals immens teure Material zerbrechen, um an den Inhalt zu kommen.. Als wir vor einem Brunnen stehen blieben, der keinen Abfluss besaß, wurde uns vorgerechnet, wie viel Wasser in einem wohlhabenden römischen Haushalt damals verbraucht wurde. Insgesamt kam unser Führer auf die beeindruckende Wassermenge von 30.000 bis 40.000 Liter pro Tag. Zum Vergleich: In Deutschland liegt der Verbrauch heutzutage bei 120-130 Litern pro Tag und Kopf.

Dies sind nur einige Beispiele, die uns im Focke Museum erwarteten. Insgesamt vermittelte der Museumsbesuch einen guten Überblick über Reichtum und Dekadenz der römischen Adelsfamilien und beeindruckte durch eine Vielzahl an Ausstellungsstücken. Dank einer guten Führung wurde das Ganze noch dazu abwechslungsreich und anschaulich präsentiert.