Piraten in Sicht

Die Filme „Fluch der Karibik 1: Der Fluch der Black Pearl“, „Fluch der Karibik 2: Die Truhe des Todes“ &

„Fluch der Karibik 3: Am Ende der Welt“

erwecken ein Genre zu neuem Leben

Von Uwe Lammers

 

Piraten sind ein ebenso sinistres, blutrünstiges und grausames Stück menschlicher Geschichte wie ein Faszinosum, zumal dann, wenn man sie durch den Filter der Filmwelt von Hollywood betrachtet. Dort spielt die Realität oftmals keine Rolle mehr, und die Unterhaltung dominiert. Dennoch galt der Piratenfilm im ausgehenden 20. Jahrhundert eigentlich als ausgestorben, etwa wie die Dinosaurier.

Die Piraten sind im 21. Jahrhundert höchstens noch in Südostasien ansässig, wo sie Schiffe überfallen und plündern, aber irgendwie nostalgisch oder romantisch ist das in keiner Weise mehr. Ähnlich dachte man in Hollywood nach den Terroranschlägen des 11. September 2001, als Katzenjammer, Verstörung und Verunsicherung einzog.

Bis der Regisseur Gore Verbinski sich mit dem Pyrotechniker und Special-Effect-Zauberer Jerry Bruckheimer zusammensetzte und sich überlegte: was ist wohl, wenn wir heute versuchen, den Piratenfilm neu zu erfinden? Wird das irgendwen hinter dem Ofen hervorlocken? Es hörte sich nicht so an. Piratenfilme hatten einen so langen Bart, dass man eigentlich gar nicht wußte, wo man mit dem Abschneiden anfangen sollte. Weiter....